Faszination Etrusker: Eine Reise durch Kunst und Geschichte im Lindenau-Museum Altenburg
Im Lindenau-Museum Altenburg tut sich was Spannendes: Vom 23. Oktober 2026 bis 24. Januar 2027 wird hier die KUNSTWAND-Präsentation mit dem Titel „Faszination Etrusker – Provenienzforschung und Archäologie im Lindenau-Museum“ gezeigt. Ein kleiner Hinweis für die Neugierigen: Der Eintritt ist frei! Wie cool ist das denn?
In der Kunstgasse 1 wird eine feine Auswahl an etruskischen Objekten präsentiert, die aus den Sammlungen des Museums stammen. Man kann Stücke bewundern, die der Museumsgründer Bernhard August von Lindenau und der Maler Horst de Marées im Laufe ihres Lebens gesammelt haben. Diese Objekte erzählen Geschichten aus einer Zeit, als die Etrusker, die vom 7. bis 1. Jahrhundert v. Chr. im heutigen Mittelitalien lebten, noch die Geschicke der Region lenkten.
Ein Blick in die Vergangenheit
Bernhard August von Lindenau war ein wahrer Liebhaber der etruskischen Kultur. Er sammelte authentische etruskische Gefäßkeramik und stellte sicher, dass seine Kunstbibliothek die maßgeblichen Werke zur Etruskologie enthielt. Etruskische Artefakte fanden auch ihren Weg in die Hände moderner Künstler, die von den geheimnisvollen Formen und der Ästhetik der Etrusker inspiriert wurden. Der Maler Horst de Marées, der aus Weimar stammt, ist ein Paradebeispiel. Während er von 1927 bis zu seiner Flucht nach Deutschland im Jahr 1960 in Florenz lebte, baute er eine beeindruckende Sammlung von rund 150 Objekten auf – hauptsächlich etruskische, aber auch griechische und römische Stücke. Besonders die spätetruskischen Kastenurnen sind ein echter Hingucker!
Kürzlich, im November 2022, wurde die Sammlung von der Erbin de Marées dem Museum geschenkt. Ein wahrhaftiger Glücksfall! Es ist schön zu sehen, wie solch wertvolle Stücke wieder ins Rampenlicht gerückt werden. Die KUNSTWAND zeigt nicht nur diese etruskischen Schätze, sondern auch Grafiken von Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts, die nach Italien reisten. Und natürlich sind die eigenen Arbeiten von Horst de Marées ebenfalls Teil der Ausstellung.
Etruskische Einflüsse in der modernen Kunst
Es ist faszinierend, wie die Etrusker auch heute noch Künstler in ihren Bann ziehen. Viele moderne Künstler haben die Nekropolen besucht und sich von den etruskischen Artefakten inspirieren lassen. Sie haben archaische Formen übernommen und so ein Stück Geschichte in ihre Werke integriert. Die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird in der KUNSTWAND auf eindrucksvolle Weise sichtbar.
Zur Ausstellung wird eine Publikation erscheinen, die auf 126 Seiten spannende Einblicke in die Etruskologie bietet. Für 15 Euro kann man sich diese wertvolle Lektüre sichern. Wer sich für die Etrusker interessiert oder einfach nur Lust auf etwas Neues hat, sollte das Lindenau-Museum auf keinen Fall verpassen!
Es ist bemerkenswert, wie das Lindenau-Museum eine Brücke zwischen den Etruskern und der modernen Welt schlägt. Die Ausstellung ist nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch eine Einladung, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Wer weiß, vielleicht entdeckt man dabei eine neue Leidenschaft oder wird gar selbst zum Sammler! Also, auf zur Kunstgasse 1 und eintauchen in die faszinierende Welt der Etrusker!
