Lindenau-Förderpreis 2026: Junge Kunst aus Mitteldeutschland im Altenburger Prinzenpalais
Im Herzen von Altenburg wird Kunst lebendig! Vom 8. September bis zum 1. November 2026 findet im Lindenau-Museum im Prinzenpalais des Residenzschlosses die Ausstellung „Lindenau-Förderpreis 2026: Junge Kunst aus Mitteldeutschland“ statt. Hierbei handelt es sich um einen besonderen Wettbewerb, der alle zwei Jahre für frischen Wind in der Kunstszene sorgt. Absolventinnen und Absolventen von Kunsthochschulen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt haben die Chance, sich zu präsentieren und um den mit 5.000 Euro dotierten Preis zu kämpfen. Preisträgerin in diesem Jahr ist die talentierte Karen Kamiya, die 1992 in Tokio das Licht der Welt erblickte und zuletzt Meisterschülerin bei Alicia Kwade an der Hochschule für bildende Künste Dresden war.
Besucher dürfen sich auf ein beeindruckendes Schachbrettmuster freuen, das Kamiya eigens in den Rasen des Schlosshofes gemäht hat. Außerdem sind ihre Holztafeln mit Hahnentrittmustern zu sehen, die sie als Frottage auf Jeansstoff übertrug. Die Jury zeichnete ihr handwerkliches Können und die tiefgreifende Auseinandersetzung mit Themen wie Globalisierung und kulturellem Austausch aus. Neben Kamiya werden auch Werke von anderen Künstlerinnen und Künstlern aus Städten wie Dresden, Leipzig, Weimar und Halle ausgestellt, darunter Ronny Aviram, Buba Beboshvili und Martin Nielebock.
Einblicke in die Kunstwelt
Das Lindenau-Museum ist nicht nur ein Ort der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst, sondern auch ein Schauplatz für vielfältige kreative Ausdrucksformen. Die gezeigten Techniken reichen von Malerei und Fotografie über Skulptur bis hin zu Performance und Installation. Thematisch befassen sich die Arbeiten mit Identität, Erinnerung und gesellschaftlichen Normen. Das ist ein buntes Potpourri an Ideen und Perspektiven, das die Besucher in den Bann zieht.
Wer sich für die Geschichte des Automobilbaus interessiert, sollte unbedingt einen Abstecher nach Eisenach machen. Dort startet am 2. April 2026 die Ausstellung „Hüben und Drüben – Automobilbau in Ost und West von 1950–1970“. Hier wird auf spannende Weise der Vergleich zwischen beiden deutschen Staaten gezogen, während seltene Fahrzeuge und technische Entwicklungen aus dieser Zeit im Vordergrund stehen. Ein Highlight ist der Bereich, der sich mit der Rolle Eisenachs als Automobilstandort beschäftigt.
Schnappschüsse der Vergangenheit
In Erfurt können Kunstbegeisterte gleich mehrere Ausstellungen besuchen. „iga*61. Die DDR durch die Blume“ im Deutschen Gartenbaumuseum, die die erste Internationale Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder thematisiert, öffnet ihre Türen ab dem 15. August 2026. Hier wird Geschichte lebendig, mit Erinnerungen von Zeitzeugen und Objekten, die von der ehemaligen politischen Gartenanlage bis hin zum Freizeitpark ab 1974 erzählen.
Ein weiteres spannendes Event, „Why so serious?“, in der Galerie Waidspeicher, lädt die Besucher ein, die zeitgenössischen Arbeiten von Künstlern wie Benedikt Braun und Jonas Hohnke interaktiv zu erleben. Hier kann man Kunst nicht nur betrachten, sondern auch anfassen und ausprobieren – ein echtes Erlebnis, das die Grenzen zwischen Kunst und Betrachter auflöst!
Ein bisschen Aufregung bringt auch die Ausstellung „Provinzlust. Erotikshops in Ostdeutschland“ im Museum für Thüringer Volkskunde mit sich, die bis zum 25. Oktober 2026 zu sehen ist. Sie zeigt Fotografien von Erotik- und Sexshops in der ostdeutschen Provinz und gibt Einblicke in eine oft vergessene Geschichte der Selbstständigkeit und der Tabus in der DDR.
Förderung junger Talente
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, wie wichtig die Unterstützung junger Künstler ist. Der VNGart-Preis, der in diesem Jahr an David Kind von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Dayoung Jung von der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig vergeben wird, verdeutlicht das Engagement für künstlerische Perspektiven. Mit jeweils 3.000 Euro ausgezeichnet, zeigen diese Künstler Arbeiten, die sich mit Gemeinschaft und Erinnerung beschäftigen. Ihre Werke sind Teil der Ausstellung „Present Collective II: Umbrüche. Impulse aus Mitteldeutschland“ und sind vom 25. April bis 16. Mai 2026 in der Leipziger Baumwollspinnerei zu sehen.
Die Kunst- und Kulturszene in Mitteldeutschland ist lebendig und vielfältig. Ob in Altenburg, Eisenach, Erfurt oder Leipzig – überall finden sich Orte, an denen Kreativität ausgelebt und gefördert wird. Also, nichts wie hin und eintauchen!
