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Heute ist der 31.05.2026, und während ich hier in Lindenau sitze, geht mir der Lübecker Hafen nicht aus dem Kopf. Ein Ort, der nicht nur die Wellen des Meeres, sondern auch die Wellen der Wirtschaft bewegt. Der Hafen, der im RoRo-Verkehr (Roll-on/Roll-off) eine Führungsrolle spielt, hat große Pläne: Wachstum und Innovation sollen das zukünftige Bild prägen. Doch hey, es gibt auch Herausforderungen, die sich wie Wellenbrecher in den Weg stellen.

Ein großes RoRo-Terminal ist der Stolz des Hafens. Hier werden Lastwagen und Fahrzeuge direkt auf Schiffe geladen – ein Prozess, der so geschmeidig ist, dass man fast vergisst, wie viele logistische Herausforderungen dahinterstecken. Momentan werden etwa 130.000 Einheiten im Kombiverkehr zwischen Bahn und Schiffen abgewickelt. Aber die Deutsche Bahn ist nicht gerade ein zuverlässiger Partner – massive Verspätungen und ein unzureichendes Baustellenmanagement sind an der Tagesordnung. Geschäftsführer Jürgens hat das klar angesprochen. Man fragt sich, ob die Bahn tatsächlich die Kurve kriegt, um mit diesen Herausforderungen fertigzuwerden. Immerhin hat die Deutsche Bahn eine Arbeitsgruppe zur Problemlösung ins Leben gerufen. Ob das hilft?

Investitionen für die Zukunft

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) schläft nicht. Investitionen in längere Gleise und einen neuen Portalkran sind nur der Anfang. Das Ziel der LHG? Eine Verdopplung im Kombiverkehr. Bis 2025 will man über 1,1 Millionen Ladungs- und Transporteinheiten erreichen – ein Zuwachs von 2,8 Prozent, wenn alles nach Plan läuft. Die Zahlen sind beeindruckend: Der Seegüterumschlag im Jahr 2025 soll bei 23,2 Millionen Tonnen liegen. Der RoRo-Verkehr macht dabei 91 Prozent aus – das sind sage und schreibe 21,1 Millionen Tonnen! Unglaublich, oder?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während der Güterumschlag im Lübecker Hafen nur um 1,7 Prozent gestiegen ist, hat der Kieler Seehafen eine Steigerung von 4,8 Prozent verzeichnet. Trotzdem bleibt der Lübecker Hafen ein wichtiger Player im intermodalen Verkehr. Übrigens, auch im Passagierverkehr läuft es recht stabil. Rund 505.700 Menschen haben 2025 den Hafen genutzt, um nach Schweden, Finnland oder Lettland zu reisen. Zwei Drittel der Reisenden zieht es nach Schweden – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

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Nachhaltigkeit im Fokus

Ein weiteres großes Thema ist die Klimaneutralität. Die LHG investiert in Photovoltaikanlagen und batterieelektrische Fahrzeuge. Man möchte nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein umweltfreundliches Gesicht zeigen. Landstromanlagen für Schiffe und LNG-Bunkermöglichkeiten in Travemünde sind bereits vorhanden. Es ist schön zu sehen, dass der Hafen nicht nur an sich selbst denkt, sondern auch an die kommenden Generationen.

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Die Pläne für die Zukunft sind spannend. Finnlines wird ab 2028 größere Schiffe für den Verkehr mit Travemünde einsetzen – das könnte den RoRo-Verkehr noch einmal ankurbeln. Außerdem plant die LHG den Austausch eines älteren Portalkrans und eine Terminalflächenerweiterung. Es ist, als stünde man am Anfang eines neuen Kapitels, das nur darauf wartet, geschrieben zu werden.

Die Herausforderungen, die der Hafen bewältigen muss, sind nicht zu unterschätzen. Aber die LHG zeigt mit ihren Investitionen und Strategien, dass man bereit ist, die Ärmel hochzukrempeln und für die Zukunft zu kämpfen. Ein bisschen wie das Leben selbst – voller Herausforderungen, aber auch voller Möglichkeiten.