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In Lindenau, einem charmanten Stadtteil von Reiskirchen, wird ein bedeutendes Wohnbauprojekt ins Leben gerufen. Die Baugenossenschaft Busecker Tal eG hat den Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung des Hauses Lindenau 2 gesetzt. Dieses Vorhaben verspricht nicht nur eine umfassende Renovierung, sondern auch den Anbau von sieben neuen Wohnungen, um den dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Vertreter der Baugenossenschaft, Manfred Buhl, hieß die Gäste herzlich willkommen und hob die Anwesenheit von Landrätin Anita Schneider hervor. Buhl sprach offen über die bürokratischen Hürden, die während der Planung aufgetreten sind, und äußerte den Wunsch, auch das angrenzende Haus Lindenau 1 zu renovieren. Schneider betonte die Wichtigkeit des Projekts für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Region und hob die Rolle der Baugenossenschaft als stabilisierendes Element im Wohnungsmarkt hervor.

Einblicke in die Finanzierung und die Wohnungen

Das Projekt umfasst die Sanierung von insgesamt sechs bestehenden Wohnungen und wird nach der Fertigstellung 13 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 784,38 Quadratmetern zur Verfügung stellen. Die Mietpreise werden bei attraktiven 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Rainer Hahn, ein Experte in Finanzierungsfragen, erläuterte, dass die Gesamtkosten auf etwa 2,2 Millionen Euro geschätzt werden. Die WI-Bank stellt ein Darlehen von 1,32 Millionen Euro sowie einen Finanzierungszuschuss von 396.000 Euro bereit, während der Landkreis Gießen zusätzlich etwa 315.000 Euro beisteuert. Die Baugenossenschaft selbst bringt 680.000 Euro in Form von Eigenleistungen ein.

Die neuen Wohnungen sind als 2- und 3-Zimmerwohnungen mit einer Größe von 50 bis 62 Quadratmetern geplant, während die Bestandswohnungen zwischen 56 und 75 Quadratmetern variieren. André Schmitt vom Planungsbüro betonte, dass die energetische Sanierung des gesamten Komplexes im Fokus steht, einschließlich der Integration von Photovoltaik-Anlagen. Die Bauarbeiten, insbesondere Rohbau und Dacharbeiten, sollen bis zum Herbst 2026 abgeschlossen sein.

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Ein Blick in die Geschichte der Baugenossenschaft

Die Baugenossenschaft Busecker Tal hat ihre Wurzeln im Jahr 1948, als sie von 15 Personen in Großen-Buseck gegründet wurde, um nach dem Zweiten Weltkrieg dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Heute, 75 Jahre später, verwaltet die Genossenschaft 45 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 405 Wohnungen. Trotz der enormen Nachfrage nach Wohnraum sieht sich die Genossenschaft mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert, unter anderem durch gestiegene Baukosten und bürokratische Hürden, die den Zugang zu Förderungen für sozialen Wohnungsbau erschweren.

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Aktuell entstehen zudem 15 Sozialwohnungen in der Lessingstraße in Reiskirchen, die voraussichtlich Ende 2024 fertiggestellt werden sollen. Die Genossenschaft vermietet bereits etwa 150 Sozialwohnungen, viele davon für weniger als sechs Euro pro Quadratmeter. Um in diese Sozialwohnungen einziehen zu können, benötigen Mieter einen Wohnberechtigungsschein und müssen Anteile zeichnen, die als Kaution dienen und ihnen Stimmrecht in der Mitgliederversammlung geben.

Die Baugenossenschaft Busecker Tal bleibt somit ein wichtiger Akteur im Bemühen um bezahlbaren Wohnraum und setzt sich aktiv für die Schaffung von verlässlichen Wohnverhältnissen ein, auch in Zeiten, in denen die Mietpreise steigen und die Herausforderungen durch die Energiekrise zunehmen.