Die Brüder Schlau GmbH & Co. KG, Betreiber der beliebten Hammer-Kette, hat einen dramatischen Schritt unternommen und zahlreiche Filialen schließen müssen. In einem weiteren Kapitel der sich zuspitzenden Unternehmenskrise beantragte das Unternehmen im Juni 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung. Dies führte zu einem massiven Stellenabbau und der Schließung von rund 70 Hammer-Filialen, von denen einige bereits im Räumungsverkauf sind. Laut Merkur sichert ein Investorenkonsortium namens ReThink jedoch die Übernahme von 93 Märkten, wodurch etwa 1.200 Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Die Hammer-Kette, die 1921 als Farbengroßhandlung gegründet wurde und seit 1976 eigene Einrichtungsmärkte betreibt, war bis zur Insolvenz ein fester Bestandteil des deutschen Einzelhandels. Doch die enttäuschenden Geschäftszahlen und der Rückzug aus der Großhandelssparte haben das Unternehmen an den Rand des Abgrunds geführt. Die Homepage der Brüder Schlau GmbH & Co. KG war am 22. Oktober 2025 bereits offline.
Betroffene Standorte und Räumungsverkäufe
Unter den betroffenen Filialen befindet sich auch die Hammer-Niederlassung in Petersberg (Hessen), die endgültig schließen wird. Diese Schließung wurde durch die Insolvenz des Unternehmens bedingt, und der Standort in der Ignaz-Komp-Straße 5 wird nicht von den Investoren übernommen. Die Mitarbeiter der Filiale erhalten Kündigungen, was das Ende der Ungewissheit für sie bedeutet. Vor der Schließung war der Markt bekannt für Teppiche, Tapeten, Farben und Wohnaccessoires, war aber aufgrund von Personalmangel zeitweise geschlossen. Der Räumungsverkauf hat bereits begonnen und bietet attraktive Rabatte an, so Fuldaer Zeitung.
Zusätzlich zu Petersberg werden auch Märkte in anderen Städten wie Grimma (Sachsen), Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) (Brandenburg), Dorsten und Castrop-Rauxel (NRW), Gera (Thüringen), sowie Hameln und Euskirchen (NRW) geschlossen. Die Filiale in Witten-Annen (NRW) wird am 25. Oktober 2025 geschlossen – und das bereits nach nur einem Jahr Betrieb. In Eisenach wurde ebenfalls die Schließung bestätigt, dort werden im Rahmen des Räumungsverkaufs nur 10% Rabatt auf alle Produkte angeboten.
Zukunftsaussichten
Trotz der schwierigen Lage bleiben einige Märkte, wie in Salzgitter und Bockum-Hövel (NRW), bestehen, wobei sie unter einem neuen Konzept weitergeführt werden sollen. Die Massenschließungen werfen jedoch einen Schatten auf die Zukunft der Hammer-Kette, die einst als eine der führenden Marken im Bereich Wohnaccessoires galt. Es bleibt abzuwarten, ob die Übernahme durch ReThink ausreicht, um das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu sichern.



