Leipzig ist in Aufregung! Die Mendelssohn-Festtage stehen vor der Tür und versprechen, ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis zu werden. Vom 1. bis 8. November 2026 wird unser geliebtes Leipzig zur Bühne für die Klänge jüdischer Traditionen und des Erbes, denn das Festival widmet sich dem „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“. Die Verbindung zwischen jüdischer Kultur und Musik steht dabei im Mittelpunkt – ein Thema, das aktueller nicht sein könnte! Besonders spannend ist der Schwerpunkt „Tacheles“, der die Verknüpfungen zwischen diesen beiden Bereichen beleuchtet.

Im Herzen des Festivals steht das Werk des großen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, der von 1835 bis 1847 als Gewandhauskapellmeister in Leipzig wirkte. Mendelssohn, der aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammte und christlich erzogen wurde, prägte die Stadt zu einer internationalen Musikmetropole. Seine Musik, die im Nationalsozialismus verboten wurde, wird während der Festtage in einem neuen Licht betrachtet. Die Festivalbesucher dürfen sich auf Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Liederabende und spannende Gesprächsveranstaltungen im Gewandhaus und im Mendelssohn-Haus freuen.

Ein Fest für die Sinne

Das Eröffnungskonzert am 1. November um 11 Uhr im Großen Saal des Gewandhauses wird ein wahrer Höhepunkt sein! Hier wird der Internationale Mendelssohn-Preis Leipzig verliehen – eine Ehre, die in diesem Jahr Angela Merkel, Bundeskanzlerin a. D., und Jörg Widmann, Komponist und Klarinettist, zuteilwird. Ehrlich gesagt, das wird ein ganz besonderer Moment! Das Benefizkonzert zugunsten des Mendelssohn-Hauses wird von Jörg Widmann, seiner Schwester Carolin Widmann, der Festival-Kuratorin Elena Bashkirova und dem Vokalensemble amarcord gestaltet. Auf dem Programm stehen nicht nur Werke von Mendelssohn, sondern auch von Fanny Hensel und Jörg Widmanns „Paraphrase über Mendelssohns Hochzeitsmarsch“. Wer kann da schon widerstehen?

Darüber hinaus wird das Gewandhausorchester unter der Leitung von Andris Nelsons Mendelssohns sechste Sinfonie aufführen, die nur in Skizzen überliefert ist und von Luukas Hiltunen ergänzt wurde. Die Premiere dieser Fassung in Deutschland wird mit Sicherheit für Gänsehaut sorgen. Auch die Oper Leipzig wird mit einer neuen Ballettproduktion von Juliano Nunes zu „Ein Sommernachtstraum“ auf das Festival aufmerksam machen. Und nicht zu vergessen die Führungen durch Leipzig, die Mendelssohns Spuren nachgehen – da kann man sich die Stadt mal ganz anders anschauen!

Eine musikalische Entdeckungsreise

Das Festival wird nicht nur Mendelssohns Werke zelebrieren, sondern auch jüdische Komponistinnen und Komponisten verschiedener Generationen präsentieren. Władysław Szpilman, Mieczysław Weinberg, Hans Gál und Lera Auerbach werden Teil des Programms sein. Spannend wird auch das Zusammenspiel von Mendelssohn mit den Werken von Chopin, Szpilman, Auerbach und Valentin Silvestrov, das die Künstler Yulianna Avdeeva und Vadim Gluzman in ihren Auftritten gestalten werden. Das Quatuor Danel wird Mendelssohn mit Weinberg und Schumann verbinden. Ein wahres Fest für alle Musikliebhaber!

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Festtage thematisieren auch die Verdrängung Mendelssohns aus dem deutschen Musikleben während des Nationalsozialismus. Der Abriss seines Denkmals am 9. November 1936, der sich 2026 zum 90. Mal jährt, ist ein schmerzhaftes Kapitel in der Geschichte. Das rekonstruierte Mendelssohn-Denkmal symbolisiert den Wandel von Verdrängung und Verlust hin zu Wiederentdeckung – eine wichtige Botschaft, die durch die Festtage vermittelt werden soll.

Das Mendelssohn-Haus, das heutige Museum, in dem er lebte und starb, wird im Rahmen des Festivals besondere Beachtung finden. Es ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch der Inspiration. Felix Mendelssohn Bartholdy, geboren 1809 in Hamburg, war ein musikalisches Genie, dessen Werke noch heute faszinieren. Mit seinen Wurzeln in einer wohlhabenden jüdischen Familie und seiner christlichen Erziehung war sein Leben geprägt von einem ständigen Spannungsfeld, das sich auch in seiner Musik widerspiegelt.

Also, liebe Leipziger und Musikfreunde, haltet euch den November frei! Die Mendelssohn-Festtage versprechen eine einmalige Mischung aus Musik, Geschichte und Kultur, die uns alle berühren wird. Und wer weiß, vielleicht entdecken wir dabei auch ein Stück von uns selbst!