In der Nacht zu Donnerstag wurde ein aufregendes Kapitel in der Geschichte der unterirdischen S-Bahn-Station Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig aufgeschlagen. Die vierte und letzte neue Rolltreppe wurde installiert! Und nicht nur das – diese Rolltreppen sind die längsten in Europa, die mit einem beweglichen Mittelpodest ausgestattet sind. Unglaubliche 55 Meter lang! Ihre spezielle Bauweise ermöglicht es den Fahrgästen, ohne Unterbrechung bis zum City-Tunnel zu fahren. An der Stelle, wo es zuvor zwei Rolltreppen und einen kurzen Fußweg dazwischen gab, senkt sich die neue Rolltreppe in der Mitte ab. Danach geht’s gleich wieder weiter bergab. Das ist mal eine Erleichterung!

Die alten Rolltreppen waren über 13 Jahre im Einsatz und hatten es nicht leicht – technische Störungen waren an der Tagesordnung. Laut einem Bericht des WDR-Datenteams waren sie zwischen Oktober des Vorjahres und März dieses Jahres an mehr Tagen außer Betrieb als in Betrieb. Ein Umstand, der viele Pendler und Reisende zur Verzweiflung brachte. Jetzt dürfen wir uns auf ein neues Fahrgefühl freuen! Der Einbau der neuen Rolltreppen, die in Hamburg maßgefertigt und in Einzelteilen nach Leipzig transportiert wurden, erfolgte übrigens bei laufendem Betrieb. Das muss man sich mal vorstellen – da wogen einige Bauteile mehr als fünf Tonnen!

Ein Schritt in die Zukunft

Im Rahmen des regulären Austauschs werden insgesamt acht alte, kurze Rolltreppen durch vier dieser beeindruckenden neuen ersetzt. Die ersten Umbauarbeiten begannen im Juni und verliefen laut Deutscher Bahn ohne Probleme. Die Fahrgäste mussten während dieser Zeit die rund 20 Höhenmeter zu Fuß oder mit dem Aufzug überwinden – ganz schön anstrengend, oder? Aber es hat sich gelohnt. Die neuen Rolltreppen versprechen, den Zugang erheblich zu verbessern. Künftig sollen die Reisenden in knapp zwei Minuten auf den Bahnsteig oder zum Ausgang gelangen. Ein echter Gewinn für alle, die täglich den City-Tunnel nutzen.

Und es gibt noch mehr gute Nachrichten! Die Deutsche Bahn investiert satte zehn Millionen Euro in den Austausch der Rolltreppen im City-Tunnel, der täglich von etwa 32.000 Reisenden genutzt wird. Das wird nicht nur den Komfort erhöhen, sondern auch die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum verbessern. Neben den neuen Rolltreppen werden auch die beiden Aufzüge erneuert. Der Aufzug in Richtung Innenstadt ist bereits außer Betrieb, und der zweite wird ab Januar 2027 saniert. Ein kluger Plan, um sicherzustellen, dass immer mindestens ein Aufzug nutzbar bleibt.

Barrierefreiheit im Fokus

Die aktuellen Arbeiten stehen im Einklang mit den technischen Regelwerken für barrierefreie Verkehrsanlagen. Besonders relevant sind die DB-Richtlinienfamilie 813, die sich mit der Planung und dem Bau von Personenbahnhöfen beschäftigt. Diese Regelungen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die neue Infrastruktur den Anforderungen an Barrierefreiheit gerecht wird. Damit wird eine wichtige Grundlage für die Mobilität aller Reisenden geschaffen, egal ob mit oder ohne Einschränkungen.

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Die letzten beiden Rolltreppen müssen nun noch fertig montiert und vom TÜV abgenommen werden. Die Deutsche Bahn plant, die Inbetriebnahme bis zum Jahresende abzuschließen. Wenn alles glatt läuft, dürfen wir uns bald über ein neues, durchgängiges Rolltreppenerlebnis im Wilhelm-Leuschner-Platz freuen. Und ganz ehrlich, das ist ein kleiner Lichtblick in der manchmal etwas grauen Alltagssituation des Pendelns. Da bleibt nur zu sagen: Auf die neuen Rolltreppen, die uns bequem und schnell zu unserem Ziel bringen!