Am Dienstag, den 27. Oktober 2026, steht für RB Leipzig ein spannendes Duell im DFB-Pokal auf dem Programm. In der zweiten Runde trifft die Mannschaft aus der Messestadt auswärts auf den Drittligisten Rot-Weiss Essen. Anpfiff ist um 18:00 Uhr an der legendären Hafenstraße, die für ihre besondere Atmosphäre bekannt ist. Diese Partie verspricht nicht nur sportliche Brisanz, sondern auch die Möglichkeit für die Essener, als Außenseiter für eine Überraschung zu sorgen.

Leipzig hat die letzten fünf Auswärtsspiele in Folge verloren. Ein echter Dämpfer für die ambitionierte Mannschaft, die dringend ein Erfolgserlebnis in der Fremde benötigt. Trainer Martin Demichelis kann dabei nicht auf Offensivspieler Christopher Nkunku zurückgreifen, dessen Adduktorenprobleme zwar nicht schwerwiegend sind, aber für dieses Spiel noch nicht behoben werden konnten. Dennoch gibt es Lichtblicke: Torwart Örjan Nyland wird erneut im Kasten stehen und Abwehrchef Willi Orban hat eine Startelfgarantie. Maxime Estève könnte trotz einer Verletzung aus dem Spiel gegen Elversberg von Anfang an auflaufen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft ohne Nkunku schlagen wird.

Rot-Weiss Essen: Heimstärke und personelle Probleme

Rot-Weiss Essen, aktuell das beste Heimteam der 3. Liga und auf Platz drei in der Tabelle, hat seine eigenen Herausforderungen. Gleich mehrere Schlüsselspieler fallen aus: Tony Menzel, Max Geschwill, Semir Telalovic und Marvin Obuz stehen nicht zur Verfügung. Besonders bitter ist die Situation um Marek Janssen, dessen Einsatz wegen Rückenproblemen fraglich ist. In der ersten Pokalrunde feierten die Essener einen beeindruckenden 2:0-Sieg gegen den Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli, wobei Janssen und Telalovic die Tore erzielten. Sollte es zu deren Ausfall kommen, fehlt RWE eine ganze Reihe seiner gefährlichsten Angreifer – ein echter Schlag ins Kontor!

Trainer Uwe Koschinat hat Dickson Abiama als möglichen Ersatz für die Sturmspitze ins Spiel gebracht. Der Stürmer, der bereits bei Greuther Fürth aktiv war, könnte eine Schlüsselrolle übernehmen. Die Essener Defensive hat sich in der Saison bereits als stabil erwiesen, blieb gleich mehrfach ohne Gegentor, und genau dort will Koschinat ansetzen. Eine defensivere Aufstellung mit einer Fünferkette könnte in diesem Spiel durchaus realistisch sein. „Wir müssen die individuelle Qualität von Leipzig kompensieren“, so Koschinat.

Leipzigs Auswärtsschwäche und Pokaltradition

Leipzigs schwache Auswärtsbilanz ist kaum zu übersehen: In den letzten fünf Auswärtsspielen kassierte die Mannschaft 19 Gegentore. Zuletzt setzte es eine 0:6-Niederlage beim FC Bayern München und ein 1:4 bei Real Madrid. Da wird es höchste Zeit, dass die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur findet. Immerhin gewann RB in der ersten Runde mit einem klaren 6:0 gegen Eintracht Trier und hat eine beeindruckende Serie von 18 Pokalspielen gegen unterklassige Mannschaften ohne Niederlage. Die Essener können sich dennoch Hoffnungen machen, denn gerade im Pokal gab es immer wieder Überraschungen, die in die Geschichtsbücher eingegangen sind.

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Die Hafenstraße wird am Dienstagabend sicher zum Hexenkessel. Koschinat hebt die Bedeutung der Unterstützung der Fans hervor und fordert das Publikum auf, die Mannschaft in jeder Situation zu unterstützen. „Es wird emotional“, verspricht er. Leipzig hingegen wird alles daran setzen, die Tradition als Pokalsieger von 2022 und 2023 fortzusetzen. Die Spannung steigt, und man darf gespannt sein, ob die Essener den großen Favoriten aus Leipzig fordern können.