Inmitten der bunten Blätter, die der Herbst über die Straßen von Schönau streut, steht ein ganz besonderes Ereignis vor der Tür: Das Erzählkunstfestival „Fabelhaft Niederösterreich“ feiert sein 20-jähriges Bestehen! Ein Anlass, der nicht nur die Herzen der Geschichtenerzähler höher schlagen lässt, sondern auch alle, die sich für die Magie des Erzählens begeistern. Vom 7. bis 9. November wird es in Bad Schönau und erstmals auch in Eggenburg, dem neuen Veranstaltungsort, rund gehen. Das diesjährige Motto „Dreamstories“ („Traumgeschichten“) verspricht ganz besondere Erlebnisse und wird die Besucher in eine Welt entführen, in der Fantasie und Realität verschmelzen.

Die ersten Schritte zu diesem Jubiläum wurden bereits drei Wochen zuvor in der Wiener Herrengasse gemacht, wo Tessa Erker-Tegetthoff zu einer Auftaktveranstaltung einlud, die Freunde und Partner des Festivals zusammenbrachte. Es ist beeindruckend zu wissen, dass das erste „Fabelhaft Niederösterreich“ vor zwei Jahrzehnten im Palais Niederösterreich das Licht der Welt erblickte. Wer hätte gedacht, dass aus dieser zarten Blüte ein so prächtiger Baum gewachsen ist, der nicht nur heimische, sondern auch internationale Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne bietet?

Ein Herz für das Zuhören

Das Festival hat sich nicht nur als Plattform für Erzählkunst etabliert, sondern auch als Ort des Lernens und der Begegnung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der „Schule des Zuhörens“, einem Herzensprojekt von Folke Tegetthoff, dem Gründer des Festivals. Hier lernen Kinder und Jugendliche, wie wichtig es ist, aufmerksam zuzuhören. Das klingt irgendwie simpel, doch in einer Welt voller Ablenkungen ist es eine echte Kunst. Die „Schule des Zuhörens“ wird auch im Jubiläumsjahr an 20 niederösterreichischen Bildungseinrichtungen angeboten. Die Zahlen sind beeindruckend: Seit 2007 haben mehr als 150.000 Menschen an rund 1.000 Workshops teilgenommen! Das ist nicht nur ein Erfolg, sondern auch ein Beweis dafür, dass Geschichten verbinden.

Bad Schönau, mit seinen rund 1.000 Einwohnern, wird alljährlich von etwa 1.500 Festivalbesuchern belebt. Bürgermeister Feri Schwarz betont, dass das Erzählen und Zuhören nicht nur zur geistigen, sondern auch zur körperlichen Gesundheit beitragen können. Eine schöne Vorstellung, dass Geschichten nicht nur unterhalten, sondern auch heilen können! Auch die Niederösterreichische Versicherung ist seit fast 20 Jahren treu an der Seite des Festivals und zeigt damit, dass Nähe wirklich verbindet.

Neuigkeiten aus Eggenburg

Für das Jubiläumsjahr wird das Krahuletz-Museum in Eggenburg als neuer Partner des Festivals dabei sein. Die Ausstellung „Märchen, Mythen und Legenden“ wird mit der Erzählkunst kombiniert – das klingt nach einer perfekten Symbiose! Das Museum wird vom 7. bis 9. November zum Schauplatz für diese faszinierenden Geschichten, während in Bad Schönau vom 12. bis 15. November das Sconarium zur Bühne wird. Die Vielfalt der Veranstaltungsorte bringt frischen Wind und neue Perspektiven in die Erzählkunst.

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Folke Tegetthoff, der seinen Namen in Anlehnung an den berühmten Admiral Wilhelm von Tegetthoff wählte, hat seit der Gründung des Festivals 2007 nicht nur das Erzählhandwerk revolutioniert, sondern auch seinen eigenen Weg als Schriftsteller geebnet. Mit mehr als 4.000 Auftritten auf allen Kontinenten und einer Vielzahl von Büchern, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, hat er sich einen Namen gemacht, der über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt ist. Seine Werke, vor allem die Märchen für Erwachsene, sind ein Spiegelbild seiner tiefen Verbindung zur Kunst des Erzählens. Es ist fast so, als würde jeder seiner Sätze in der Luft schweben und die Zuhörer in andere Welten entführen.

Das Festival „Fabelhaft Niederösterreich“ ist nicht nur ein Jubiläum – es ist ein lebendiges Zeugnis für die Kraft des Erzählens, das Generationen verbindet und das Zuhören zu einer Kunstform erhebt. Wenn die ersten Geschichten im November erzählt werden, dann wird es nicht nur um die Vergangenheit gehen, sondern auch um die Zukunft des Erzählens, die in den Herzen der Zuhörer weiterlebt.