Heute ist der 19.10.2026 und ich kann euch sagen, dass es im Sconarium in Bad Schönau ordentlich zur Sache ging. Bei einer Podiumsdiskussion haben Experten die Gefahren des Internets für unsere Kinder beleuchtet. Jürgen Ungerböck vom Bundeskriminalamt trat als Hauptredner auf und machte einen eindringlichen Vergleich: Würden wir unseren Kindern erlauben, einem Fremden auf der Straße ein Klassenfoto zu geben? Und doch teilen sie im Netz oft unbedacht persönliche Daten und Fotos. Ein Gedanke, der einem wirklich zu denken gibt.

Die Veranstaltung war ein Aufruf zur Wachsamkeit. Ungerböck berichtete von besorgniserregenden Trends wie digitaler Erpressung und dem Missbrauch von Kinderfotos. Online-Netzwerke wie „764“ sind besonders gefährlich, da sie gezielt Minderjährige manipulieren können. Die Täter sind nicht immer sofort aggressiv. Vielmehr beginnt die Manipulation oft mit dem Aufbau von Vertrauen, bevor der Druck auf die Kinder steigt. Das ist gruselig, wenn man darüber nachdenkt.

Eltern in der Pflicht

Julia Hentschel von saferinternet.at brachte einen wichtigen Punkt zur Sprache: Eltern sollten eine offene Gesprächsbasis mit ihren Kindern schaffen. Das heißt, Interesse an den Online-Aktivitäten zeigen, klare Regeln aufstellen und den Schutz persönlicher Daten thematisieren. Sie empfahl auch, bei der Einführung des ersten Smartphones den Grundsatz zu beachten: „So früh wie notwendig, so spät wie es geht.“ Ein kluger Ansatz, wenn man bedenkt, wie schnell die digitale Welt voranschreitet.

Doch nicht nur im familiären Rahmen ist Unterstützung gefragt. Silvia Stögerer von der Bildungsdirektion Niederösterreich erzählte von positiven Erfahrungen mit Einschränkungen der Handynutzung an Schulen. Man merkt, dass weniger Ablenkung und mehr persönliche Gespräche in den Pausen die Schüler näher zusammenbringen. Aber ein Handyverbot allein reicht nicht aus. Die Medienkompetenz muss aktiv gefördert werden – dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit zwischen Familien, Schulen und Präventionseinrichtungen.

Die Schattenseite der digitalen Welt

In einem weiteren Webinar von Defence for Children – ECPAT wurde ein besonders drängendes Thema angesprochen: die „Financial Sexual Extortion“. Hierbei handelt es sich um eine Form sexueller Ausbeutung, bei der Betroffene erpresst werden, um Geld oder andere geldwerte Gegenleistungen zu erhalten. Das ist ein weiterer Aspekt, der in der Diskussion um Kinderschutz im Internet nicht außer Acht gelassen werden darf. Prävention und Aufklärung sind hier von entscheidender Bedeutung.

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Die Veranstaltung versammelte verschiedene Akteure – von Meldestellen über Ermittlungsbehörden bis hin zu Politikern. Alle waren sich einig, dass niedrigschwellige Hilfsangebote und internationale Zusammenarbeit notwendig sind, um Kinder besser zu schützen und Täterstrukturen wirksam zu verfolgen. Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Facetten die Gefahren im Internet haben und wie wichtig es ist, hier die richtige Unterstützung zu bieten.

Wenn Kinder mit digitalen Bedrohungen konfrontiert werden, ist es für Eltern wichtig, Ruhe zu bewahren und keine Panik zu schieben. Beweise sichern, die Plattform informieren und gegebenenfalls die Polizei einschalten – all das sind Schritte, die helfen können. Die Polizei in Österreich ist unter 133 erreichbar. In solchen Momenten ist es entscheidend, dass Kinder wissen, dass sie über ihre Probleme sprechen können und gemeinsam mit Erwachsenen nach Lösungen suchen.