Zwischen Fango und Foxtrott: Humorvolle Einblicke in den Kuralltag von Nikolaus Fedl
Heute ist der 20.10.2026 und wir blicken auf ein charmantes Stück Literatur, das nicht nur die Seele, sondern auch das schüchterne Lächeln auf die Lippen zaubert. Nikolaus Fedl, ein sympathischer Zeitgenosse aus Fernitz-Mellach, hat mit seinem Buch „Zwischen Fango und Foxtrott“ eine humorvolle Chronik seines dreiwöchigen Kuraufenthalts in Bad Schönau in der Buckligen Welt verfasst. Ein Ort, der nicht nur für seine heilsamen Anwendungen bekannt ist, sondern auch für seine skurrilen Eigenheiten und lebendigen Begegnungen.
In diesem Buch entdeckt Fedl die Gegensätze von „Fango“ und „Foxtrott“. Während Fango für die Behandlung körperlicher Beschwerden steht, symbolisiert Foxtrott die Leichtigkeit und Lebensfreude, die man in der Kur finden kann. Mit einem Therapieplan, einem Rennrad und der Hoffnung auf ein gesünderes Leben reist er an. Doch die Kur ist mehr als nur eine Reihe von Anwendungen: Sie ist ein kleiner Mikrokosmos, der sich entfaltet, während Fedl in Bademantel gehüllt durch den Alltag der Kurgäste schlendert. Da gibt es singende Frauen im Whirlpool, einen äußerst pünktlichen Physiotherapeuten und die skurrilen Frühstücksrituale, die den Morgen oft zu einer amüsanten Herausforderung machen.
Einblicke in den Kuralltag
Die Anwendungen, wie Kältekammer, Wassergymnastik und Strombehandlungen, bestimmen schnell seinen Tagesablauf. Dabei stellt Fedl fest, dass die kleinen, oft absurd anmutenden Erlebnisse, wie etwa die Begegnung mit anderen Kurgästen in den unauffälligen Bademänteln, eine ganz eigene Welt eröffnen. Diese Momente sind es, die ihm das Gefühl geben, dass eine Kur nicht nur den Körper, sondern auch das Herz behandelt. Er beginnt, die skurrilen Begebenheiten des Kuralltags festzuhalten, und daraus entstehen heitere, autobiografische Geschichten, die sich mit dem Älterwerden, der Gesundheit und den Absurditäten des Alltags auseinandersetzen.
Das Radfahren in der malerischen Buckligen Welt wird zu einer Art Rückkehr in die Vergangenheit für Fedl. Er erinnert sich an die Zeiten, als er ein junger Rennfahrer war, der nur an Geschwindigkeit und Leistung dachte. Jetzt, mit dem Wissen und der Gelassenheit des Alters, empfindet er es als Glück, weiterhin einfach nur losfahren zu können. Diese Radtouren führen ihn über steile Anstiege und durch idyllische Landschaften – ein Genuss für Körper und Seele.
Humorvolle Reflexionen und philosophische Gedanken
Fedls Geschichten sind nicht nur unterhaltsam, sondern auch nachdenklich. Er thematisiert die kleinen Erlebnisse und deren nachhaltige Wirkung, die oft viel mehr zählen als die Therapiefortschritte selbst. Die Frage, ob die Behandlungen tatsächlich etwas bewirken, schwebt wie ein ungeschriebenes Gesetz über den Kurgästen, und Fedl nimmt diese Frage auf seine ganz eigene, humorvolle Weise auf. Mit einem Augenzwinkern und einer Prise Ironie lädt er uns ein, über das Älterwerden und die zwischenmenschlichen Begegnungen nachzudenken, die die Kur zu einem besonderen Erlebnis machen.
Das Buch ist im Buchhandel erhältlich und eignet sich nicht nur für diejenigen, die selbst einmal eine Kur in Bad Schönau in Erwägung ziehen, sondern auch für Lesefreunde, die sich nach einer Portion Lebensfreude sehnen. Nikolaus Fedl hat es geschafft, die kleinen Freuden und Herausforderungen des Lebens in eine amüsante Erzählung zu verwandeln, die uns daran erinnert, dass das Leben, so chaotisch es auch sein mag, immer wieder neue Geschichten bereithält.
