Heute ist der 21.05.2026, und in Leipzig brodelt die Vorfreude auf die kommende Saison des Schauspiels. Mit dem Motto „Wir-Gesänge“ steht das gesellschaftliche Miteinander im Fokus, und das ist wahrlich ein spannendes Thema. Fragen nach Zugehörigkeit, Konflikten und Sehnsüchten der Gegenwart – wer könnte da nicht einen Bezug herstellen? Und das Beste daran: Insgesamt 20 Premieren werden in vier verschiedenen Spielstätten stattfinden. Es wird also einiges geboten, das steht fest!
Intendant Enrico Lübbe, der das Haus bis zum Sommer 2027 leitet, hat dem Publikum viel zu verdanken. Während seiner Zeit stieg das Interesse der Zuschauer, und die Auslastung erreichte in der letzten Spielzeit 83 Prozent. Ein echter Erfolg! Er eröffnet die Saison mit dem epischen Werk „Das Vermächtnis“ von Matthew Lopez, das mit seinen sieben Stunden Spielzeit mehr als nur ein Theaterabend sein wird. Hier wird das New York der 2010er-Jahre lebendig, und Themen wie Verlust, Krankheit und Liebe finden ihren Platz. Man darf gespannt sein, wie das Publikum darauf reagiert!
Ein Blick auf die Inszenierungen
Doch das ist nicht alles. Im März 2027 wird Anton Tschechows „Onkel Wanja“ auf die Bühne gebracht, ein Stück, das in einer Gesellschaft im Stillstand vor der russischen Revolution spielt. Das verspricht, tiefgründig zu werden! Auch Federico García Lorcas „Bernarda Albas Haus“ und „Alice hinter den Spiegeln“ nach Lewis Carroll stehen auf dem Programm. Das klingt nach einer bunten Mischung, die sowohl zum Nachdenken anregt als auch unterhalten soll.
Besonders erwähnenswert ist das Projekt „Schöne Vorstellung“, das das gesamte Haus bespielt und das Ensemble auf spannende Weise präsentiert. Zuschauer werden durch normalerweise verborgene Räume geführt – das hat schon etwas Geheimnisvolles und zieht die Neugierde an!
Ein neuer Wind weht
Mit der bevorstehenden Übergabe an ein dreiköpfiges Team bestehend aus Clara Weyde, Bastian Lomsché und Clemens Leander, die derzeit die Schauspielsparte am Theater Magdeburg leiten (übrigens das „Theater des Jahres 2025“), wird frischer Wind in die Leipziger Theaterlandschaft wehen. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Akzente sie setzen werden und wie das Publikum darauf reagieren wird. Man kann nur hoffen, dass sie die gleiche Begeisterung entfachen wie ihr Vorgänger.
Ob das neue Team die Tradition fortführt oder gar neue Wege beschreiten wird, ist noch ungewiss. Doch eines ist klar: Die kommende Saison im Schauspiel Leipzig verspricht, ein Fest der Emotionen, der Konflikte und der menschlichen Erfahrungen zu werden. Hier wird Theater nicht nur zur Kunstform, sondern auch zum Spiegel unserer Gesellschaft. Und wer könnte sich da nicht für begeistern?



