Im Herzen von Altenburg hat das Lindenau-Museum eine ganz besondere Ausstellung ins Leben gerufen, die bis zum 31. März 2027 im Klinikum Altenburger Land zu sehen ist: „Bitte nicht füttern!“. Diese Schau ist nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch eine Reise durch die spannende Welt der Tierdarstellungen in der bildenden Kunst. Hier begegnen uns Reprofotografien von Plastiken, Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken, die alle eines gemeinsam haben: die Faszination für Tiere, die seit Jahrtausenden Teil unseres Lebens sind.

Die Ausstellung zeigt uns Tiere in ihrer vielfältigen Rolle – als Begleiter, Beschützer, Haustiere und Nutztiere. Mit Werken von Künstlern wie Peter August Böckstiegel, Paul Eliasberg und Fritz von Uhde wird das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier lebendig. Auch regionale Größen wie Alfred Ahner und Erich Dietz finden ihren Platz in dieser Sammlung. Und das ist noch nicht alles: Die langjährige Kooperation zwischen dem Lindenau-Museum und dem Klinikum Altenburger Land sorgt dafür, dass trotz der Sanierung des Stammhauses weiterhin Einblicke in die beeindruckende Museumssammlung gewährt werden. [Quelle]

Ein Blick in die Zukunft

Während die derzeitige Ausstellung im Klinikum begeistert, stehen auch im Lindenau-Museum selbst einige aufregende Ereignisse an. Ab dem 8. September 2026 wird die Ausstellung zum Lindenau-Förderpreis 2026 im Prinzenpalais des Residenzschlosses Altenburg eröffnet. Hier werden die kreativen Arbeiten junger Künstlerinnen und Künstler präsentiert, die beim Wettbewerb ausgezeichnet werden. Dieser Preis wird im Herbst 2026 bereits zum dritten Mal verliehen und ist ein bedeutender Schritt für die Förderung der Kunstszene in der Region.

Ein weiteres Highlight steht 2026 an: Der 100. Geburtstag des Künstlers Gerhard Altenbourg. Vom 20. März bis zum 30. Dezember wird das Lindenau-Museum gemeinsam mit der Stiftung Gerhard Altenbourg eine umfassende Würdigung des Zeichners und Grafikers präsentieren, dessen Werk in der DDR lange Zeit im Schatten stand. Entlang des Veranstaltungsprogramms wird der fantastische Gerhard Altenbourg in all seiner Kreativität und Schaffenskraft gefeiert.

Ein Ort der Kunst und Kultur

Das Lindenau-Museum, das 1876 eröffnet wurde und als kultureller Leuchtturm in Ostdeutschland gilt, hat eine bewegte Geschichte. Die Sammlung des Staatsmanns und Kunstsammlers Bernhard August von Lindenau umfasst Meisterwerke der italienischen Renaissance und eine der größten Sammlungen italienischer Tafelbilder außerhalb Italiens. Die jahrelange Zusammenarbeit mit dem Residenzschloss Altenburg und die Schaffung neuer Ausstellungsformate zeigen, wie lebendig und dynamisch die Kunstszene hier ist.

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Das Museum selbst ist seit 2020 in der Sanierung, sodass die Originalwerke vorübergehend in einem Interim in der Kunstgasse 1 gezeigt werden. Dort können Besucher nicht nur die Dauerausstellung bewundern, sondern auch die Schätze der Graphischen Sammlung, die beeindruckende 50.000 Blatt umfasst, erkunden. Immer wieder wird das Lindenau-Museum zum Schauplatz von Sonderausstellungen, die im Prinzenpalais stattfinden und damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Kultur leisten.

Der Masterplan „Prinzen im Dornröschenschloss“, der bis 2027 umgesetzt wird, ist ein weiterer Schritt zur Stärkung dieser kulturellen Institution. Gemeinsam mit der Stadt Altenburg und dem Landkreis Altenburger Land wird an einer Zukunftsvision für den Schlossberg gearbeitet, die unter anderem Barrierefreiheit und die Nutzung bislang ungenutzter Schlossgebäude umfasst. [Quelle]

Das Lindenau-Museum ist nicht nur ein Ort der Kunst, sondern auch ein Raum für Begegnungen und kreative Entfaltung. Das „studio“ bietet eine Plattform für Kunstvermittlung, Workshops und Kurse für alle Altersgruppen. Hier wird Kunst lebendig, und die Verbindung zwischen Museum und Kunstschule ist eine rare Perle in Deutschland.

Mit all diesen spannenden Entwicklungen bleibt das Lindenau-Museum ein Ort, der sowohl in der Vergangenheit verwurzelt ist als auch in die Zukunft blickt. Ob bei der Tierdarstellungsausstellung im Klinikum oder den kommenden Ehrungen und Ausstellungen – die Kunst hat hier einen ganz besonderen Platz!