Sauna-Drama im Leipziger Hof: Stichflamme sorgt für Verletzte und Rauchentwicklung
Ein Abend, wie er nicht hätte sein sollen. Am Dienstagabend, genauer gesagt gegen 21:15 Uhr, wurden Feuerwehr und Rettungskräfte ins Leipziger Hotel Leipziger Hof gerufen. Der Grund? Ein Saunaaufguss, der aus dem Ruder lief. Im Kellergewölbe des Bettenhauses wollten zwei Männer im Alter von 26 und 27 Jahren den wohlverdienten Dampf genießen, als plötzlich eine Stichflamme aufloderte. Die Szene, die sich im Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld entfaltete, war alles andere als entspannend.
Die beiden Männer erlitten Brandverletzungen und mussten umgehend in die Klinik gebracht werden. Was genau die Ursache für das Feuer war, steht noch in den Sternen. Es wird jedoch vermutet, dass die unglücklichen Umstände während des Aufgusses zu dieser gefährlichen Situation führten. Auch wenn die Feuerwehr den Brand zügig löschte und das Hotel nach den Löscharbeiten wieder in Betrieb genommen werden konnte, hinterließ das Geschehen seine Spuren. Sechs weitere Personen, die sich in der Sauna befanden, erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und wurden ambulant behandelt. Ein 28-jähriger Mann musste ebenfalls ins Krankenhaus, um mögliche gesundheitliche Folgen abzuklären.
Schwarzer Rauch in der Sauna
Die Situation war angespannt. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, nicht nur das Feuer zu löschen, sondern auch die starke Rauchentwicklung in den Griff zu bekommen. Der Einsatz war so umfangreich, dass die Eisenbahnstraße zeitweise gesperrt werden musste – ein Bild, das den Anwohnern wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Und während die Feuerwehrleute ihren Job professionell erledigten, schwebte die Frage der Brandursache über dem ganzen Geschehen.
Das Institut für Schadenverhütung und -forschung (IFS) berichtet, dass es in der Vergangenheit schon zahlreiche Sauna-Brände gegeben hat. Oftmals sind es technische Mängel oder menschliches Versagen, die zu solchen Vorfällen führen. Eine häufige Brandursache ist, wenn jemand einen Gegenstand auf einem kalten Ofen ablegt, während dieser für eine spätere Nutzung programmiert wird. Wenn der Ofen dann unbeaufsichtigt eingeschaltet wird, kann das fatale Folgen haben.
Vorsicht und Sicherheit sind gefragt
Die neue DIN EN 60335-2-53, die im Dezember 2023 in Kraft trat, soll genau diesen Gefahren entgegenwirken. Sie legt Sicherheitsanforderungen für Saunaheizgeräte fest, die verhindern sollen, dass es zu solchen Vorfällen kommt. Auch wenn diese Norm für öffentliche Saunen schon seit 2012 gilt, wird sie nun auch für private Saunen relevant. Das könnte für viele Saunabesitzer, die ihre Anlage nicht regelmäßig nutzen, eine wichtige Botschaft sein.
In der Hitze des Gefechts bleibt zu hoffen, dass die Betroffenen sich schnell erholen und die Verantwortlichen aus diesem Vorfall lernen. Die Höhe des Sachschadens wurde am Mittwochmorgen noch nicht bekannt gegeben, aber die Frage bleibt: Wie sicher sind unsere Saunen wirklich? Ein Thema, das die Leipziger sicherlich noch eine Weile beschäftigen wird.
