RB Leipzig feiert 4:0-Heimsieg gegen Elversberg, doch Auswärtsschwäche bleibt ungelöst
Heute ist der 25.10.2026, und Leipzig erlebt gerade eine spannende Zeit auf dem Fußballplatz. RB Leipzig hat im heimischen Zentralstadion gegen die SV Elversberg einen beeindruckenden 4:0-Sieg eingefahren. Unter Trainer Martín Demichelis bleibt das Team zu Hause ungeschlagen – das vierte Heimspiel der Saison, und wieder kein Gegentor kassiert. Ein echter Grund zur Freude für die Fans! Doch der klare Sieg dämpft die Diskussionen um Demichelis’ Zukunft nur vorübergehend, denn die Auswärtsschwäche des Vereins bleibt ein heißes Eisen im Feuer.
Demichelis ließ im Vergleich zur letzten 1:4-Niederlage gegen Real Madrid gleich acht Positionen in der Startelf rotieren. Lediglich Willi Orban, Neil El Aynaoui und Antonio Nusa durften von Beginn an ran. Frisch im Team waren Torhüter Ørjan Nyland sowie Benjamin Henrichs, Max Finkgräfe, Maxime Estève, Ezechiel Banzuzi, Rocco Reitz, Andrija Maksimovic und Tidiam Gomis. Christopher Nkunku musste aufgrund von Adduktorenproblemen zuschauen. In der ersten Halbzeit bewahrte Leipzig die Ruhe, doch kurz nach der Pause, in der 48. Minute, ließ Tidiam Gomis das erste Tor fallen, was den Startschuss für eine Torflut gab. Und der Stürmer Romulo? Der hatte nach einer schwachen ersten Halbzeit gleich zwei Mal das richtige Gespür und erhöhte in der 66. und 90.+4. Minute auf 2:0 und 4:0. Christoph Baumgartner fügte in der 84. Minute noch das 3:0 hinzu. Romulos gute Laune war nach dem Spiel deutlich zu spüren – „fresh“ fühlte er sich.
Der Druck wächst
Doch während die Fans jubeln, bleibt der Druck auf Demichelis nicht aus. Der Saisonstart war alles andere als rund: In der Bundesliga gab es zwei Siege und eine Niederlage, die Champions League startete mit einer herben 1:4-Niederlage gegen Como. Im DFB-Pokal konnte man sich jedoch souverän weiterkämpfen. Nach einem schwachen Beginn herrschte Unruhe im Verein, und RB-Manager Marcel Schäfer musste früh ein Statement abgeben, um Vertrauen in die Mannschaft und den Trainer zu zeigen. Demichelis, der erst im Sommer von Ole Werner übernommen hat, steht aufgrund dessen Vorgeschichte bereits unter Druck.
Die Vorbereitung war ebenfalls nicht ohne Probleme. In fünf Testspielen gab es nur einen klaren Sieg und zwei Niederlagen. Die Kommunikation zwischen Demichelis und den Spielern könnte ebenfalls besser sein, was zum Teil an seinen noch unsicheren Deutschkenntnissen liegt. Sprachbarrieren? Ja, die bestehen, und das macht sich bemerkbar. Vor dem HSV-Spiel wechselte der Trainer überraschend ins Englische, und in der Kabine mussten seine Anweisungen mehrfach übersetzt werden. Teammanager Babacar N’Diaye und Torwarttrainer Frederik Gößling helfen dabei, doch die Energie könnte verloren gehen.
Auswärts bleibt das große Fragezeichen
Trotz des 4:0-Siegs gegen Elversberg bleibt die Auswärtssituation ein großes Fragezeichen. Leipzig hat in dieser Saison auswärts noch kein Spiel gewonnen – die letzte Niederlage gegen den FC Bayern war mit 1:6 mehr als schmerzhaft. Romulo brachte es auf den Punkt: Auswärts muss das Team ruhiger bleiben, um den Druck zu mindern. Demichelis fordert mehr Mut und eine konsequentere Umsetzung der Spielidee – nicht gerade einfache Aufgaben. Die nächste Gelegenheit, die Wogen zu glätten, bietet sich am Dienstag im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen, trainiert von Uwe Koschinat. Ein Spiel, das für die Moral und das Selbstvertrauen entscheidend sein könnte.
Es bleibt spannend, wie sich RB Leipzig in den kommenden Spielen präsentieren wird. Die Fans blicken voller Hoffnung auf die nächsten Begegnungen und hoffen, dass die Mannschaft ihre Auswärtsschwäche ablegt und die Lehren aus den bisherigen Spielen zieht. Schließlich ist der Fußball unberechenbar – und gerade das macht ihn so liebenswert.
