Heute ist der 11.06.2026, und die Nachrichten aus Schönau sind alles andere als erfreulich. Der Freizeitpark Zeller „Spassi“ wird Ende Juni 2026 seine Tore schließen. Ein plötzlicher Entschluss des Geschäftsführers Ralf Schindler, der mit einer Mischung aus Enttäuschung und Entschlossenheit diesen Schritt verkündet hat. Es fehlen einfach die Expansionsmöglichkeiten – ein Gefühl, das wohl viele Unternehmer nachvollziehen können. Das Gebäude wird an Heizmann-Reisen verkauft, die es in einen Bus-Umschlagplatz und Büroräume umwandeln wollen. Irgendwie traurig, oder?
Der Park erstreckte sich über stolze 18.000 Quadratmeter und bot eine Vielzahl an Attraktionen – von Lasertag über Schwarzlicht-Minigolf bis hin zu einem VR-Kino. Schindler hat ganze 700.000 Euro in Werbung investiert und mehrere Millionen in den Park gesteckt. Und trotzdem: Es hat nicht gereicht. Merkwürdig, wenn man bedenkt, dass das Kinderland gut lief und der Park zu 80 Prozent von Gästen außerhalb des Landkreises lebte, viele davon aus der Schweiz. Es war ein Ort der Freude, und jetzt bleibt nur noch die Frage: Wie geht es weiter?
Ein unvollendetes Kapitel
Ralf Schindler hat in den letzten zehn Jahren versucht, frischen Wind in den Freizeitpark zu bringen, neue Ideen und Konzepte umzusetzen. Doch die Stadt Zell gab ihm nicht die Rückmeldungen, die er sich erhofft hatte. Es ist schon irgendwie frustrierend, wenn man so viel Leidenschaft investiert und dann das Gefühl hat, an einer Wand zu sprechen. Schindler hat all sein Eigentum verkauft, sogar sein Autohaus – ein drastischer Schritt, um seine Visionen an einem anderen Ort neu zu verwirklichen. Dennoch bleibt der Beigeschmack, dass hier Potenzial verloren geht.
Die Bürgermeisterin von Zell, Marion Isele, zeigte sich betroffen über die Schließung. Sie wies die Vorwürfe von Schindler zurück und betonte, dass die Stadt stets offen für Gespräche war. Immerhin hat es in der Vergangenheit regelmäßigen Kontakt gegeben. Aber wo waren die Lösungen? Es ist ein bisschen wie in einer Beziehung – wenn man nicht miteinander redet, wird das nichts. Und jetzt steht man da, vor dem Scherbenhaufen eines einst blühenden Freizeitparks.
Ein Blick in die Zukunft
Was erwartet uns also nach der Schließung? Schindler möchte seine Pläne an einem neuen Standort fortsetzen, und das klingt vielversprechend. Vielleicht wird es an einem anderen Ort eine neue Möglichkeit geben, die Freude und das Lachen zurückzubringen. Irgendwie bleibt die Hoffnung, dass der Geist von „Spassi“ nicht ganz verloren geht. Es bleibt abzuwarten, wie Heizmann-Reisen die Räumlichkeiten nutzen wird und ob diese neue Ausrichtung die Region tatsächlich bereichern kann.
Ein Kapitel schließt sich, und ein neues könnte beginnen. Irgendwie ist das Leben ja auch eine ständige Veränderung. Doch die Erinnerungen an fröhliche Stunden im Freizeitpark werden bleiben – auch wenn der Park selbst bald Geschichte ist. Es bleibt zu hoffen, dass die nächsten Schritte für Schindler und die Region positive Wendungen bringen.




