In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der langjährige Bürgermeister Richard Reischl aus Hebertshausen offiziell verabschiedet. Nach 24 Jahren im Gemeinderat, davon zwölf Jahre als Bürgermeister, lässt er ein beeindruckendes Erbe zurück. Hans-Jürgen Schreier, sein Nachfolger von der CSU, würdigte in seiner Rede Reischls Engagement und persönlichen Einsatz für die Gemeinde. Statt des traditionellen Porzellanlöwen erhielt Reischl ein Gemälde mit Hebertshausener Motiven von der Künstlerin Renate Günthner – ein ganz persönliches Geschenk, das zuvor in seinem Büro hing. Komisch, dass Reischl sich während seiner Amtszeit gegen den Porzellanlöwen ausgesprochen hatte! Aber das Bild spiegelt sicherlich seine Verbundenheit zur Gemeinde wider.

Die Verabschiedung war nicht nur ein formeller Akt, sondern auch ein Moment voller Emotionen. Reischl selbst kam gelassen und mit einem Scherz über seine frühere Partei CSU. Er erinnerte sich daran, dass die Kritik an ihm oft aus der eigenen Fraktion kam. Auch Clemens von Trebra-Lindenau, der traditionell zu jeder Sitzung zu spät kam, erschien pünktlich – vielleicht ein Zeichen der Wertschätzung für Reischls Arbeit? Bei seiner Ansprache blickte Reischl zurück und lobte die Zusammenarbeit im Gemeinderat, die stets ohne Grabenkämpfe auskam, immer mit dem Ziel, das Beste für die Gemeinde zu erreichen.

Ein bewegtes Jahr für Hebertshausen

„Unter meiner Leitung hat sich in Hebertshausen sehr viel bewegt“, so Reischl. Stolz schaut er auf die umgesetzten Verbesserungen und Weiterentwicklungen, die er in den vergangenen Jahren initiiert hat. In seiner Dankesrede erwähnte er die hohe Wahlbeteiligung, die Unterstützung für die Ukraine und die Corona-Impfaktionen – allesamt Belege für das gemeinschaftliche Engagement der Bürger. Auch die Gründung mehrerer Vereine wie die Nachbarschaftshilfe Hebertshausen e.V. und die Rehkitzrettung sind wichtige Meilensteine seiner Amtszeit.

Reischl bedankte sich besonders bei Martin Gasteiger und Tanja, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung, für die konstruktive Zusammenarbeit. Mit einem zufriedenen Blick auf seine zwölf Jahre als Bürgermeister, die er als prägend und erfüllend beschreibt, denkt er an all die Begegnungen und Projekte zurück. Eine weitere Amtszeit hätte er sich durchaus vorstellen können, doch er ist realistisch geblieben. „Die Gemeinde war wiederholt mit Krisen konfrontiert, die sie nicht selbst verursacht hat“, sagt er und deutet damit auf die Herausforderungen hin, die seine Amtszeit prägten.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Rund ein halbes Jahr nach seinem Ausscheiden aus dem Amt bezeichnet sich Reischl als wieder gesund und voller Energie. Diese Energie möchte er 2027 für eine weitere große Fahrradtour nutzen – vielleicht zum Nordkap? Das klingt nach einem spannenden Abenteuer! Mit dem Ende seiner Amtszeit erwartet er mehr Zeit für sein Privatleben und seinen Freundeskreis, dem er in den letzten Jahren nur wenig Zeit widmen konnte. „Ich bin offen für meinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg“, so Reischl, der mit Dankbarkeit auf seine Amtszeit zurückblickt.

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Die Rolle des ersten Bürgermeisters in Bayern ist nicht nur repräsentativ, sondern auch politisch entscheidend. Er koordiniert die Gemeindeverwaltung und ist Vorsitzender des Gemeinderats, was die Komplexität und Verantwortung seines Amtes verdeutlicht. In Hebertshausen hat Reischl in dieser Funktion viele Spuren hinterlassen, die auch in Zukunft sichtbar bleiben werden. Es ist anzunehmen, dass sein Wirken in den Herzen der Bürger weiterlebt, während er sich neuen Herausforderungen stellt.