Trainer unter Druck: RB Leipzigs Demichelis und Gladbachs Polanski in der Krisenfalle
Hier in Leipzig ist die Fußballszene alles andere als ruhig. Die Fans von RB Leipzig haben einen klaren Favoriten, wenn es um die Trainerentlassungen geht. Martin Demichelis, der aktuell die Geschicke der Roten Bullen leitet, hat laut einer FanPuls-Umfrage das höchste Entlassungsrisiko unter den Bundesliga-Trainer! Er ist mit satten 33,2 Prozent der Befragten auf der Abschussliste, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Saisonbeginn darstellt, als nur 22,9 Prozent nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen ein Ende seiner Amtszeit voraussagten. Der Abstand zu Alexander Blessin von Borussia Mönchengladbach, der mit 22,8 Prozent auf Platz zwei liegt, ist beachtlich – ganze 10,4 Prozentpunkte!
Das Spannende daran? Trotz des beeindruckenden 6:0-Siegs gegen Eintracht Frankfurt in der vergangenen Woche, äußerten 68,9 Prozent der Fans, dass die kommenden Spiele über Demichelis’ Zukunft entscheiden werden. Man könnte sagen, die Luft wird dünner für den Trainer. Und das, wo Gladbach selbst in einer Krise steckt – sie haben nach drei Spielen noch keinen Punkt und 12 Gegentore kassiert. Ein echtes Desaster!
Trainerwechsel bei Borussia Mönchengladbach
Nach der heftigen 0:5-Niederlage gegen den SC Freiburg fiel Borussia Mönchengladbach auf den letzten Tabellenplatz zurück und zog die Reißleine. Trainer Eugen Polanski wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Polanski, der nach 34 Spielen nur einen Punkteschnitt von 1,09 vorweisen konnte, hatte mit seiner Truppe einfach nicht die nötige Stabilität im defensiven Spiel aufbauen können. Besondere Probleme gab es im defensiven Mittelfeld und Abwehrzentrum – die Abwehrspieler Kevin Diks und Ko Itakura wurden als Schwachstellen identifiziert.
Die Situation ist brisant. Zu allem Überfluss ist auch die Kaderplanung in der Kritik. Sportchef Rouven Schröder, der bereits vor der Saison Nico Elvedi nach Leeds United abgegeben hatte, sieht sich Vorwürfen von Fehlplanungen gegenüber. Fünf Neuzugänge sind verletzt, darunter Enzo Leopold, der mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Und als ob das nicht genug wäre, hat Kapitän Tim Kleindienst in einer hitzigen Phase nach der Niederlage gegen Elversberg von einem „Stromausfall in den Gehirnen“ seiner Mitspieler gesprochen. Ein Ausdruck, der die Verwirrung und die frustrierende Lage ganz gut beschreibt.
Die Krisenstimmung in der Bundesliga
Die Bundesliga-Saison hat es in sich. Während RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach um das Überleben ihrer Trainer kämpfen, ist der 1. FC Köln auch nicht in besserer Verfassung. Nach einer weiteren Niederlage in Frankfurt hat René Wagner, der interimistisch das Zepter übernommen hat, auch nicht viel Grund zur Freude. 10,1 Prozent der Fans rechnen mit seiner baldigen Entlassung, was die angespannte Situation noch verschärft. In der unteren Tabellenregion wird es also richtig eng.
Und nicht nur das – auch andere Trainer wie Christian Ilzner von der TSG Hoffenheim und Mauro Lustrinelli von Union Berlin stehen unter Druck. Damit ist die Bundesliga aktuell ein heißes Pflaster für Trainer, die sich jetzt umso mehr beweisen müssen. In der kommenden Länderspielpause wird es spannend, wer als Nachfolger für Polanski in Gladbach ins Rennen geht. Die Namen Horst Steffen, Ole Werner und Alexander Blessin geistern durch die Gerüchteküche und könnten bald schon die Bank der Borussia übernehmen.
Die sportlichen Verwerfungen dieser Saison sind ein wahrhaft faszinierendes Schauspiel, das die Fans in Atem hält. Und in Leipzig? Da bleibt abzuwarten, ob Demichelis die Wende schaffen kann oder ob auch er dem Druck nicht standhält. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob sich die Weichen für die Zukunft der beiden Vereine stellen lassen.
